Irvine - USA

Im Mai 2012 hat die Siegfried Holding AG die Übernahme von Alliance Medical Products (AMP) bekanntgegeben. Mit diesem Schritt erweitert Siegfried sein Dienstleistungsangebot und steigt in die sterile Abfüllung ein. Dieser Bericht verrät einiges über die Anfänge von AMP.

 

Nach dem Kauf der Anlagen von Bausch und Lomb am 2. Januar 2002 startete die AMP ihre Geschäftstätigkeit. Die 26 Gründer legten sofort los und stellten das neue Unternehmen um – von einem Gerätebauer hin zu einem “Unternehmen für Arzneimittelformulierung und sterile Abfüllsysteme“. Unser Businessplan gab vor, dass wir uns in Richtung Geräte- und Arzneimittelherstellung bewegen mussten, mit jener Preiselastizität und Kundenbindung, die Erfolg in Aussicht stellten.

Als erstes rüsteten wir unsere manuelle Abfülltechnologie auf, um den Kunden im Anfangsstadium entgegenzukommen. Unser erstes Abfüllprojekt legte einen vielversprechenden Start an den Tag: In nur 16 kurzen Wochen wechselten wir komplett zu einem Manual Fill 1, einschliesslich Konstruktion und Validierung von Infrastruktur und steriler Abfüllung. Wir waren begeistert von unserem Erfolg und bereit, die Welt zu erobern.

Wer sagt denn schon, dass wir nicht einfach Glück gehabt hätten?

Im Wettlauf mit der Zeit

Unsere Glückssträhne hielt mit Auto Aseptic Fill 1 an, ein Projekt, das wir in nur 24 Wochen auf die Beine stellten; dies einschliesslich der Validierung unserer ersten automatischen und umgebauten Cozzoli Abfülllinie. Als nächstes kauften wir die erste „Patriot Bottle“- Abfüllanlage, ein System für Tip und Capping Tropfflaschen (BTC). Danach folgte die Aseptic Fill 3 für einen Kunden, der eine Patrone für eine automatische Injektionseinrichtung benötigte. Unglücklicherweise verweigerte die FDA die Zulassung und wir passten sie zu einer flexiblen Abfüllvorrichtung für manuelles und automatisches Abfüllen an.

Ein schneller Vorlauf ins Jahr 2007: Wir ergänzten Aseptic Fill 4 zu einem Projekt von ophthalmischen Röhren für dickflüssige Medikamente. Im Wettlauf mit einem weiteren kurzfristig engen Termin kauften wir einen IMA Abfüller, konfigurierten diesen für ein und fünf Gramm Röhrchen, entwickelten und validierten die Serie – dies alles in 13 Wochen.

Weltweit

Es wurde für unser Team zum vertrauten Muster, ambitionierte Zeitvorgaben zu erfüllen. Wir waren berechtigterweise stolz darauf, mit heldenhaftem Einsatz Projekte auszuführen und haarsträubende Anforderungen zu erfüllen. Pro Jahr pendelten wir uns auf durchschnittlich fünf bis sechs solcher Projekte ein! Diese Zeit harter Arbeit machte AMP zu dem Unternehmen, das wir heute sind.

Der nächste Schritt führte uns aufs internationale Parkett: Wir integrierten alle unsere Konstruktionsprojekte, einschliesslich einer zweiten automatischen Abfüllserie, um von den europäischen Behörden die Zulassung für unsere Produkte zu erhalten. Es dauerte beinahe 18 Monate, um das Projekt durchzuführen und zu validieren. Es blieben noch viele Produkte in der Warteschleife hängen, die auf die Genehmigung warteten. Zwei Vor-Kontrollen (engl. PAI) zur Zulassung wurden abgeschlossen und jährlich starteten acht bis zehn weitere Projekte.

Den richtigen Partner finden

Unser Geschäftsmodell hatte sich als erfolgreich erwiesen. Die Umsätze stiegen und allmählich begannen wir uns nach einem Partner umzusehen, um sogar noch mehr zu erreichen. Nach langer Suche wurden wir im November 2011 fündig.

Schon beim ersten Treffen mit Siegfried war ich beeindruckt. Unsere Kultur bei AMP war der von Siegfried sehr ähnlich. Die folgende Due Diligence verstärkte unsere anfänglichen Eindrücke. Ich bin überzeugt, dass wir mit Siegfried keinen besseren Geschäftspartner hätten finden können – das Warten hatte sich gelohnt.


Juan Valdes, CEO AMP